Wie bereitet man sich auf eine Radreise vor? Praxisratgeber von Damian Drobyk

14-11-2023

Wie bereitet man sich auf eine Radreise vor? Routenplanung, Kondition, ein zuverlässiges Fahrrad, passend ausgewähltes Gepäck und Sicherheit spielen bereits vor dem ersten Kilometer eine wichtige Rolle. Damian Drobyk teilt Erfahrungen aus vielen Jahren des Radreisens und aus der Nutzung von Extrawheel-Ausrüstung seit 2010.

Eine Radreise beginnt lange vor dem ersten Kilometer. Die Route muss geplant, das Fahrrad vorbereitet, die Ausrüstung geprüft, der Gepäcktransport durchdacht und an Dokumente sowie Sicherheit gedacht werden. Je länger und anspruchsvoller die Reise ist, desto wichtiger wird es, das komplette System vorher unter realistischen Bedingungen zu testen.

Dieser Ratgeber basiert auf den Erfahrungen von Damian Drobyk – einem Radreisenden, der seit 2010 Extrawheel-Ausrüstung nutzt. Aus der langjährigen Bekanntschaft und den gemeinsamen Erfahrungen entwickelte sich im Laufe der Zeit auch ein regelmäßiges Testen unserer Fahrradtaschen, Taschen und Gepäcksysteme auf realen Reisen. Damian ist sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs. Seine Rückmeldungen beruhen daher nicht auf kurzen Tests, sondern auf jahrelanger Nutzung unter unterschiedlichen Bedingungen und auf anspruchsvollen Strecken.

Dies ist keine Packliste, die Punkt für Punkt übernommen werden muss. Es handelt sich um praktische Grundsätze aus der Erfahrung unterwegs, die Sie an Ihr eigenes Fahrrad, Ihr Reiseziel und Ihren Fahrstil anpassen sollten.

Wie plant man die Route einer Radreise?

Beginnen Sie die Planung damit, den Charakter der Reise festzulegen. Eine mehrtägige Tour auf Asphalt erfordert eine andere Vorbereitung als eine Gravelstrecke, während eine mehrwöchige Reise durch Gebirgsregionen und abgelegene Gebiete nochmals andere Anforderungen stellt.

Prüfen Sie vor der Abfahrt insbesondere:

  • die voraussichtliche Tagesdistanz,
  • die Art des Untergrunds,
  • die Höhenmeter und den Charakter des Geländes,
  • Möglichkeiten zum Auffüllen von Wasser und Lebensmitteln,
  • Übernachtungs- oder Biwakmöglichkeiten,
  • Entfernungen zwischen Orten und Fahrradwerkstätten,
  • mögliche Varianten zum Abkürzen oder Ändern der Route.

Planen Sie nicht jeden Tag an der Grenze Ihrer Leistungsfähigkeit. Wind, Regen, Hitze, eine Panne, schlechter Untergrund oder einfache Ermüdung können das Reisetempo deutlich verändern. Eine gut geplante Route lässt Spielraum für Planänderungen.

Navigation, Karten und Notfallplan

Smartphone, GPS-Fahrradcomputer oder Navigationsgerät erleichtern die Orientierung erheblich. Auf einer langen Reise sollten Sie sich jedoch nicht ausschließlich auf ein Gerät und eine einzige Stromquelle verlassen.

Vor der Abfahrt empfiehlt es sich:

  • Karten für die Offline-Nutzung herunterzuladen,
  • die geplante Route oder den GPX-Track zu speichern,
  • alternative Strecken und Transportmöglichkeiten zu prüfen,
  • größere Orte, Geschäfte, Unterkünfte und Werkstätten zu markieren,
  • eine zusätzliche Energiequelle für Smartphone oder Navigation mitzunehmen.

Auf abgelegenen Strecken kann eine Offline-Karte wichtiger sein als eine permanente Internetverbindung. Elektronische Geräte sind sehr hilfreich, doch ein Defekt sollte nicht dazu führen, dass die weitere Orientierung unmöglich wird.

Kondition, Gesundheit und Probefahrt

Vor einer längeren Radreise sollten Sie einige ganztägige Touren mit dem Fahrrad fahren, das Sie auch auf der Reise verwenden möchten. Die Kondition ist nur ein Teil der Vorbereitung. Probefahrten helfen außerdem dabei, Sitzposition, Sattel, Lenkerposition, Schuhe, Gepäckbefestigung und den Zugriff auf unterwegs benötigte Dinge zu überprüfen.

Auf eine Radreise sollten Sie möglichst Ausrüstung mitnehmen, die Sie bereits in der Praxis getestet haben. Ein neuer Sattel, neue Schuhe, Pedale, eine Tasche oder eine komplett andere Gepäckkonfiguration sollten vor einer mehrtägigen Reise ausprobiert werden.

Führt die Route durch Regionen mit besonderen gesundheitlichen Anforderungen, prüfen Sie die aktuellen Empfehlungen für das jeweilige Land, einschließlich vorgeschriebener oder empfohlener Impfungen. Bei Erkrankungen, laufender Behandlung oder gesundheitlichen Unsicherheiten sollte die Vorbereitung einer anspruchsvollen Reise mit einem Arzt besprochen werden.

Dokumente, Versicherung und Auslandsreisen

Einreisebestimmungen, erforderliche Dokumente und die Sicherheitslage können sich ändern. Prüfen Sie daher vor jeder Auslandsreise die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für alle Länder Ihrer Route.

Prüfen Sie vor der Reise unter anderem:

  • die Gültigkeit von Personalausweis oder Reisepass,
  • aktuelle Einreisebestimmungen und mögliche Visumpflichten,
  • Reisewarnungen und Sicherheitshinweise,
  • den Umfang Ihrer Reiseversicherung,
  • den Versicherungsschutz für Rettung und medizinischen Rücktransport,
  • den Schutz von Ausrüstung und Gepäck, falls dies für Sie relevant ist.

Die EKVK ersetzt keine umfassende Reiseversicherung

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) kann bei vorübergehenden Aufenthalten in teilnehmenden Ländern eine wichtige Absicherung darstellen, ihr Leistungsumfang ist jedoch begrenzt. Sie ermöglicht den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen des öffentlichen beziehungsweise gesetzlichen Gesundheitssystems nach den Bedingungen, die für Versicherte im jeweiligen Aufenthaltsland gelten.

Die EKVK bedeutet nicht, dass automatisch sämtliche Kosten eines Unfalls während einer Radreise übernommen werden. Insbesondere Rettungseinsätze und ein medizinischer Rücktransport können eine zusätzliche Versicherung erfordern. Vor einer längeren oder anspruchsvolleren Reise sollten Sie deshalb den Leistungsumfang Ihrer zusätzlichen Reiseversicherung prüfen.

Längere Auslandsreise: Auswärtiges Amt und ELEFAND

Bei Reisen durch mehrere Länder sollten Sie die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts regelmäßig prüfen. Deutsche Staatsangehörige können sich außerdem in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND eintragen. Die Registrierung erleichtert es den deutschen Auslandsvertretungen, Reisende in Krisen- und Notfallsituationen zu erreichen und relevante Informationen bereitzustellen.

Wie bereitet man das Fahrrad auf eine Radreise vor?

Es gibt nicht das eine ideale „Reiserad“. Die Wahl hängt vom Untergrund, der Länge der Route, der Gepäckmenge und den persönlichen Vorlieben ab. Auf langen Strecken werden Trekking-, Reise-, Gravel- und Mountainbikes eingesetzt.

Wichtiger als die Bezeichnung der Fahrradkategorie ist, ob das konkrete Fahrrad bequem, technisch einwandfrei und für die geplante Route geeignet ist.

Prüfen Sie vor der Radreise:

  • den Zustand der Reifen und ihre Eignung für den Untergrund,
  • die Bremsen,
  • Antrieb und Kette,
  • Laufräder und Speichen,
  • Lager und Lenkungskomponenten,
  • Befestigungspunkte des Gepäckträgers,
  • die Beleuchtung,
  • eine bequeme Sitzposition.

Das Fahrrad sollte als komplettes System zusammen mit dem Gepäck vorbereitet werden. Erst nach Montage und Beladung der Fahrradtaschen lässt sich prüfen, wie sich das gesamte System beim Anfahren, Bremsen, Bergauffahren und Schieben verhält.

Fahrradtaschen und Gepäcksystem auf einer Radreise

Die Art des Gepäcktransports sollte zur Route und zur Menge der Ausrüstung passen. Beim klassischen Reiseradfahren wird Gepäck häufig in Fahrradtaschen am hinteren und oft zusätzlich am vorderen Gepäckträger transportiert. Bei weniger Ausrüstung kann ein leichteres System ausreichen, während längere oder anspruchsvollere Reisen zusätzlichen Stauraum erfordern können.

Vor dem Kauf sollten Sie nicht nur das Volumen der Taschen prüfen, sondern auch die Kompatibilität des Befestigungssystems mit dem Gepäckträger. Ausführlich erklären wir dies im Ratgeber Fahrradtaschen und Gepäckträger – Kompatibilität und Befestigung.

Wenn Sie noch nicht wissen, welches Volumen und welche Konstruktion geeignet sind, lesen Sie auch unseren Ratgeber Welche Fahrradtaschen wählen?.

Welche Fahrradtaschen habe ich auf meinen Reisen verwendet?

Ich nutze Extrawheel-Ausrüstung seit 2010. Anfangs habe ich sie einfach auf meinen eigenen Reisen verwendet. Mit den folgenden Touren und Tausenden mit Gepäck gefahrenen Kilometern begann ich, Extrawheel regelmäßig Rückmeldungen zu Funktionalität, Befestigung und Verhalten der Ausrüstung unter realen Bedingungen zu geben.

Während meiner Solo-Reise durch Südamerika in den Jahren 2018 und 2019 nutzte ich Extrawheel Wayfarer 2 × 25 L am hinteren Gepäckträger und Rambler 2 × 12,5 L vorne. Diese Konfiguration ermöglichte es mir, die Ausrüstung zwischen Vorder- und Hinterrad zu verteilen und das Gepäck während einer mehrmonatigen Reise durch die Anden zu organisieren.

Meine Konfiguration änderte sich mit den folgenden Reisen. Bei den Vorbereitungen auf die Andes Expedition 2025 verwendete ich unter anderem Rider 2 × 15 L vorne sowie Biker 2 × 25 L hinten. Zusätzlichen Stauraum bot ein Anhänger mit großen Classic-Taschen, während am Lenker eine Handy XL angebracht war.

Die in diesem Abschnitt genannten Modellnamen beziehen sich auf Ausrüstung, die auf konkreten Reisen tatsächlich verwendet wurde, und stellen keine Übersicht des aktuellen Extrawheel-Sortiments dar.

Aus Erfahrung weiß ich, dass das Volumen allein nicht entscheidend ist. Ebenso wichtig sind eine stabile Befestigung, eine sinnvolle Gewichtsverteilung, der schnelle Zugriff auf benötigte Dinge und die richtige Art, die Taschen bei schlechtem Wetter zu verschließen.

Auf einer langen Reise hilft ein wiederholbares Ordnungssystem sehr. Nach einigen Tagen wissen Sie genau, in welcher Tasche sich die Kochausrüstung befindet, wo die warme Kleidung liegt und von welcher Seite Sie an das Werkzeug gelangen.

Die Verteilung der Ausrüstung erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber zum richtigen Packen von Fahrradtaschen.

Regen und Schutz des Inhalts

Auf einer mehrtägigen Reise müssen Fahrradtaschen mehr aushalten als einen kurzen Regenschauer. Es kann stundenlang regnen, Schlamm und Spritzwasser werden vom Laufrad hochgeschleudert und das Gepäck wird während einer nassen Etappe mehrfach geöffnet.

Deshalb sind neben dem Material auch die Konstruktion der Verbindungen und die Art des Verschlusses wichtig. Selbst eine gut gefertigte Fahrradtasche muss richtig verwendet und entsprechend ihrer Anleitung geschlossen werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Wasserdichtigkeit von Fahrradtaschen.

Lenkertasche und Dinge, die griffbereit sein sollten

Auf früheren Reisen verwendete ich außerdem eine Extrawheel Handy Lenkertasche. Dieser Taschentyp eignete sich vor allem für Gegenstände, auf die ich schnell zugreifen wollte.

In einer Lenkertasche können beispielsweise untergebracht werden:

  • Dokumente,
  • Geldbörse,
  • Smartphone,
  • kleine Kamera,
  • Brille,
  • Snacks und kleine Gegenstände für Pausen.

Der größte Vorteil einer solchen Tasche ist nicht allein ihr Volumen, sondern der schnelle Zugriff. Bei einem Halt müssen die großen Fahrradtaschen nicht geöffnet werden, und beim Verlassen des Fahrrads lassen sich wichtige Gegenstände einfach mitnehmen.

Aktuelle Lösungen dieser Art finden Sie in der Kategorie Lenkertaschen.

Zusätzliches Gepäck: Packsack oder Anhänger

Wenn die Fahrradtaschen nicht genügend Platz bieten, kann leichte und voluminöse Ausrüstung zusätzlich in einem Sack auf der oberen Plattform eines geeigneten Gepäckträgers befestigt werden.

Dort können beispielsweise Zelt, Schlafsack, Kleidung oder andere Ausrüstungsgegenstände transportiert werden, die nicht den unteren Bereich der Fahrradtaschen belegen sollen. Ein separater Sack hilft außerdem dabei, ein nasses Zelt vom trockenen übrigen Gepäck zu trennen.

Dafür können geeignete wasserdichte Packsäcke verwendet werden. Achten Sie auf eine sichere Befestigung und darauf, dass keine Gurte in Richtung des Laufrads herunterhängen können.

Meine Erfahrungen mit einem Extrawheel-Anhänger

Auf einigen Reisen nutzte ich außerdem einen einspurigen Extrawheel-Fahrradanhänger. Er war eine Alternative dazu, das gesamte Gepäck direkt am Fahrrad zu transportieren, und eignete sich besonders dann, wenn ich deutlich mehr Transportvolumen benötigte.

Ein Anhänger ist jedoch ein anderes System als klassische Fahrradtaschen. Er verändert die Gesamtlänge des Gespanns, das Manövrieren und die Organisation des Gepäcks. Deshalb sollte auch ein Anhänger vor einer längeren Reise mit voller Beladung getestet werden.

Beleuchtung, Schutzbleche und weitere Ausrüstung

Schutzbleche

Bei mehrtägigen Fahrten werden Schutzbleche besonders nach Regen geschätzt. Sie reduzieren Wasser und Schmutz, die von den Rädern auf Fahrer, Fahrradtaschen und Fahrradkomponenten geschleudert werden. Sie sind jedoch nicht für jede Konfiguration zwingend erforderlich – ihre Nützlichkeit hängt vom Fahrrad und von der Art der Strecke ab.

Beleuchtung

Front- und Rücklicht sind nicht nur nach Einbruch der Dunkelheit nützlich. Auf einer Reise können Regen, Nebel, Tunnel oder ungeplante Verzögerungen dazu führen, dass eine Etappe später endet als vorgesehen.

Bei Reisen durch mehrere Länder sollten Sie vorher die dort geltenden Vorschriften zur vorgeschriebenen Fahrradausrüstung prüfen.

Fahrradständer

Bei einem schwer beladenen Fahrrad ist es nicht immer einfach, einen sicheren Platz zum Abstellen zu finden. Ich persönlich schätze einen stabilen Fahrradständer, seine Eignung hängt jedoch von der Konstruktion des Fahrrads, des Gepäckträgers und von der zulässigen Belastung des jeweiligen Modells ab.

Pedale und Schuhe

Auf meinen Reisen habe ich auch SPD-Pedale verwendet. Für manche Radreisende sind sie sehr praktisch, andere bevorzugen Plattformpedale. Entscheidend ist, dass Schuhe, Pedale und Sitzposition bereits vor der Reise auf längeren Strecken getestet wurden.

Musik während der Fahrt

Musik kann lange und monotone Abschnitte angenehmer machen, sollte jedoch die Wahrnehmung der Umgebung nicht beeinträchtigen. Im Straßenverkehr, an Kreuzungen und in Situationen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern, ist es wichtiger, Fahrzeuge und andere Warnsignale hören zu können.

Stromversorgung der Elektronik

Smartphone, Navigation, Beleuchtung und weitere Elektronik benötigen eine geplante Stromversorgung. Je nach Reise kann dies eine Powerbank, ein Ladegerät, Ersatzbatterien für entsprechende Geräte oder regelmäßige Lademöglichkeiten entlang der Route bedeuten.

Prüfen Sie vor der Abfahrt, wie viel Energie Ihre Geräte an einem typischen Reisetag tatsächlich verbrauchen, statt sich ausschließlich auf die angegebenen Akkulaufzeiten der Hersteller zu verlassen.

Fahrradservice vor der Abfahrt

Eine längere Radreise sollte nicht mit dem Versuch beginnen herauszufinden, ob ein stark verschlissenes Bauteil noch einige hundert Kilometer durchhält. Kontrollieren Sie das gesamte Fahrrad und führen Sie notwendige Wartungsarbeiten rechtzeitig durch, damit anschließend noch Zeit für eine Probefahrt bleibt.

Die Kontrolle sollte unter anderem umfassen:

  • Bremsen und Bremsbeläge,
  • Kette, Kassette und weitere Antriebskomponenten,
  • Reifen,
  • Laufräder und Speichen,
  • Lager,
  • Schaltung,
  • Gepäckträger und dessen Schrauben,
  • Befestigung der Fahrradtaschen,
  • Beleuchtung.

Nach dem Service sollten Sie das Fahrrad vollständig beladen und eine Probefahrt durchführen. Erst dann lässt sich das gesamte System unter Bedingungen beurteilen, die denen der späteren Reise ähneln.

Sicherheit und eine Kontaktperson zu Hause

Auf längeren Solo-Reisen ist eine vertraute Person zu Hause sehr hilfreich. Ich bezeichne sie manchmal als meinen „Expeditionsingenieur“.

Diese Person kann den groben Reiseplan kennen und helfen, wenn der Internetzugang eingeschränkt ist oder unterwegs etwas Unvorhergesehenes geschieht. Sie kann beispielsweise bei der Suche nach Unterkunft oder Transport helfen, Informationen an die Familie weitergeben oder Kontaktdaten einer Botschaft oder eines Konsulats heraussuchen.

Vor der Abfahrt können Sie einer vertrauten Person Folgendes geben:

  • die geplante Route und ihre wichtigsten Etappen,
  • ungefähre Termine,
  • Kontaktdaten,
  • Informationen zur Versicherung,
  • eine vereinbarte Kontaktmethode für Notfälle.

Fahrrad und Gepäck sichern

Auch auf Reisen, die überwiegend außerhalb großer Städte stattfinden, muss das Fahrrad möglicherweise vor einem Geschäft, Bahnhof, Restaurant oder einer Unterkunft abgestellt werden. Verwenden Sie eine zum Reisestil passende Sicherung und lassen Sie Dokumente, Smartphone oder Geldbörse nicht unbeaufsichtigt in einer leicht zugänglichen Tasche.

Helm und lokale Vorschriften

Ein Helm ist ein wichtiger Bestandteil der Schutzausrüstung, insbesondere beim Fahren mit zusätzlichem Gepäck und auf schnellen Abfahrten. Prüfen Sie bei Auslandsreisen außerdem die aktuellen lokalen Vorschriften zu Fahrradausrüstung und Straßenverkehr.

Kontrolle vor der Abfahrt

Einige Tage vor der Abfahrt empfiehlt sich eine letzte Kontrolle des kompletten Systems:

  • Route und Offline-Karten sind gespeichert,
  • die Dokumente sind gültig,
  • die Einreisebestimmungen aller Reiseländer wurden geprüft,
  • die Versicherung entspricht dem Charakter der Reise,
  • das Fahrrad wurde nach dem Service geprüft und getestet,
  • Gepäckträger und Fahrradtaschen sind sicher befestigt,
  • das Gepäckgewicht ist sinnvoll verteilt,
  • die Beleuchtung funktioniert,
  • Elektronik und Stromquellen wurden geprüft,
  • eine vertraute Person kennt den grundlegenden Reiseplan,
  • Sie haben mindestens eine Probefahrt mit vollständigem Gepäck absolviert.

Radreisen – Erfahrung gehört zur Vorbereitung

Nicht alles lässt sich vorhersehen. Genau das gehört zum Abenteuer einer Radreise. Viele vermeidbare Probleme lassen sich jedoch reduzieren, wenn Fahrrad, Gepäck und der eigene Handlungsplan vorher vorbereitet werden.

Mit jeder weiteren Reise wird das Gepäcksystem meist einfacher. Sie lernen, welche Dinge wirklich benötigt werden, wo sie am besten verstaut sind und welche Lösungen zu Ihrem persönlichen Reisestil passen.

Für mich bleiben die wichtigsten Punkte: ein erprobtes Fahrrad, bekannte Ausrüstung, eine vernünftig geplante Route, gut organisiertes Gepäck und die Bereitschaft, Pläne zu ändern. Das ist wertvoller als der Versuch, sich auf jede denkbare Situation vorzubereiten.

Autor: Damian Drobyk
Radreisender und langjähriger Tester von Extrawheel-Ausrüstung. Er nutzt Produkte der Marke seit 2010 und ist durch zahlreiche anspruchsvolle Radreisen zu einem unserer erfahrensten Anwender unter realen Bedingungen geworden. Seine Rückmeldungen und Erfahrungen von unterwegs fließen in die Bewertung der Funktionalität von Extrawheel-Fahrradtaschen, Taschen und Gepäcksystemen ein.

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